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Die Marienbrücke über die Pöllatschlucht

Die Marienbrücke (auch Pöllatbrücke) in der Gemeinde Schwangau bei Füssen ist eine Brücke über die Pöllatschlucht unmittelbar hinter und direkt sichtbar vom Schloss Neuschwanstein. Die Brücke wurde benannt nach Königin Marie.

1845 hatte König Maximilian II. über die Pöllat einen hölzernen Reitersteg anlegen lassen. Er wurd in konventioneller Holzbauweise errichtet, vermutlich nicht sonderlich stabil, da er schon wenige Jahr später erneuert werden musste. Um die Festigkeit zu erhöhen, wurde eine sich dreifach überlagernde Balkenkonstruktion mit zeitlichen Stützen gewählt, eine Konstruktion, die sich bei ihrer Spannweite von 35 Metern nicht sonderlich ästhetisch ausnahm.

Ebendies war der Grund für König Ludwig II., diesen Steg 1866 von den Gustavsburger Werkstätten der Maschinenbau-Gesellschaft Nürnberg, Klett & Comp. (heute M.A.N.) durch eine filigrane Eisenkonstruktion ersetzen zu lassen. Beim Bau der Marienbrücke wurde zum ersten Male eine völlig neue Konstruktionsweise erfolgreich erprobt: In neunzig Metern Höhe über dem Pöllatfall wurden die Träger durch Vorbauen der einzelnen Trägerfache von den auf beiden Seiten im Felsen befestigten Verankerungen aus aufgestellt, ohne weitere stützende Rüstung. Im Jahr 1984 wurde die Brücke restauriert, wobei die Träger erneuert werden mussten. Die Geländer sind bis heute im Original erhalten. Die Marienbrücke wurde Anfang August 2015 aufgrund von Renovierungsarbeiten an den Felsankern der Brücke geschlossen.

Bei der Renovierung wurden Schäden an den Felsankern behoben und die Beschichtung der Metallkonstruktion sowie der Holzbelag erneuert. Die Renovierungskosten beliefen sich auf rund 650.000 Euro. Am 4. August 2016 wurde die Brücke durch die Landrätin des Landkreises Ostallgäu sowie den bayerischen Finanzminister Markus Söder offiziell wieder freigegeben.

 

 

Quelle: Textausschnitt aus https://de.wikipedia.org.