Abseits der prunkvollen Schlösser und der bekannten Bilder des „Märchenkönigs“ offenbart sich eine bislang wenig beleuchtete Seite König Ludwigs II.: sein Rückzug in die Abgeschiedenheit der Bergwelt. Vanessa Richter und Markus Richter haben sich in den vergangenen Jahren intensiv mit dem Leben des Königs in seinen Berghäusern und -hütten beschäftigt – jenen Orten, die ihm Rückzugsraum, Inspiration und Nähe zur Natur boten.
Im Zuge ihrer Recherchen stießen sie auf zahlreiche neue, bislang unveröffentlichte Dokumente, die ein differenziertes und überraschend persönliches Bild Ludwigs II. zeichnen. Diese Quellen bilden gemeinsam mit historischen Fotografien, Kartenmaterial und weiteren Medien die Grundlage eines multimedialen Vortrags, der neue Perspektiven auf den König und seine besondere Beziehung zur Bergwelt eröffnet.
Ein Vortrag für alle, die Ludwig II. jenseits der bekannten Mythen entdecken möchten – stiller, naturverbundener und menschlicher, als man ihn bislang kannte.
Eintritt: frei
Termin: 24. August 2026 - 18 Uhr
Ort: Museum der bayerischen Könige , Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau
Anmeldung erbeten unter:
Tel.: 08362/ 887252
Email: ticketmuseum-hohenschwangaude
Das Programm reicht von Frédéric Chopin über Werke von Johannes Brahms, Henryk Wieniawski und Béla Bartók bis zu Alfred Schnittke.
Nach der Pause erklingen vier Préludes von Claude Debussy sowie Musik für Saxophon und Klavier mit Roman Markelov und Anna McCargow. Den Abschluss bilden Werke von Ennio Morricone und Georges Bizet.
Im ersten Teil präsentiert Evgeny Konnov ein Soloprogramm mit Werken von Domenico Scarlatti, Nikolai Medtner und Vladimir Horowitz.
Nach der Pause folgt Kammermusik mit dem Klavierquartett Nr. 3 op. 60 von Johannes Brahms, interpretiert von Anna McCargow sowie jungen Ensemblemitgliedern an Violine, Viola und Violoncello.
Eröffnet wird der Abend von Saxophonistinnen und Saxophonisten des Meisterkurses unter der Leitung von Roman Markelov. Danach präsentiert Evgeny Konnov das Präludium in h-Moll nach Johann Sebastian Bach / Alexander Siloti.
Im Anschluss erklingt das Klavierquartett KV 478 von Wolfgang Amadeus Mozart mit Anna McCargow. Nach der Pause folgt die Klaviersonate op. 36 Nr. 2 von Sergei Rachmaninoff, interpretiert von Evgeny Konnov.
Den Abschluss bildet das Klavierquartett Nr. 2 op. 87 von Antonín Dvořák.
Preis: Eintritt frei
Ort: Museum der bayerischen Könige, Foyer
Adresse: Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau
Kontakt/Veranstalter:
Die Waldbibliothek
Floßergasse 17
87629 Füssen
Telefon: +49 (0)151 156 898 39
waldbibliothekt-onlinede
www.clavis-mica.com
Der Vortrag von Dr. Bernhard Graf „Sisis Familie“ zeigt, dass Elisabeth keine isolierte Erscheinung war, sondern Teil einer außergewöhnlichen Familie. Erst im Blick auf ihre Familie wird die historische Persönlichkeit der Kaiserin wirklich verständlich.
Elisabeth lässt sich kaum ohne ihre Herkunftsfamilie verstehen: Die Herzoginnen und Herzöge in Bayern bildeten ein ungewöhnliches Umfeld, geprägt von Freiheitsdrang, Pflichtbewusstsein und tragischen Lebenswegen. Besonders die Geschwister Sisis führten höchst unterschiedliche und bemerkenswerte Biografien.
Wilhelm kämpfte um politische Selbstbestimmung, Maximilian – der legendäre „Zithermaxl“ – vereinte musikalisches Talent mit unkonventionellem Lebensstil, und Carl Theodor wurde als Augenarzt und „Doktor der Armen“ berühmt. Die Schwestern wiederum erlebten dramatische Schicksale: Marie Sophie als „Heldin von Gaeta“, Sophie Charlotte mit ihrem tragischen Feuertod und Elisabeth Gabriele als bedrohte Königin der Belgier.
Der Vortrag öffnet den Blick auf diese faszinierende Familie und macht deutlich, wie sehr sie die Persönlichkeit der Kaiserin geprägt haben.
Eintritt: 10 € pro Person
Termin: 24. Juli 2026 - 18 Uhr
Ort: Museum der bayerischen Könige , Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau
Anmeldung erbeten unter:
Tel.: 08362/ 887252
Email: ticketmuseum-hohenschwangaude
Der Vortrag von Dr. Sylvia Krauss-Meyl beleuchtet das Leben der wohl aufregendsten, emanzipiertesten und unabhängigsten Frau Bayerns im 19. Jahrhundert: Maria Leopoldine von Österreich-Este. Zwischen persönlicher Freiheit, politischem Einfluss und wirtschaftlichem Erfolg gelang es der gebürtigen Habsburgerin, ein enormes Vermögen aufzubauen und zur reichsten Frau Bayerns aufzusteigen. Doch nicht nur wirtschaftlich hinterließ Maria Leopoldine ihre Spuren. Nach dem Tod ihres Ehemanns, Kurfürst Karl Theodor, verhinderte sie 1799 durch ihr entschlossenes Handeln, dass Bayern an Österreich fiel. Damit leistete sie einen entscheidenden Beitrag zur bayerischen Geschichte und sicherte sich einen besonderen Platz im Hause Wittelsbach.
Der Vortrag bietet spannende Einblicke in das außergewöhnliche Leben einer Frau, die ihrer Zeit weit voraus war und deren Einfluss bis heute nachwirkt.
Eintritt: 10 € pro Person
Termin: 02. Juli 2026 - 18 Uhr
Ort: Museum der bayerischen Könige , Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau
Anmeldung erbeten unter:
Tel.: 08362/ 887252
Email: ticketmuseum-hohenschwangaude
König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) war nicht wie die anderen. Der Erbauer der weltberühmten Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee wusste es: „Ich bin einfach anders gestimmt als die Mehrheit meiner Mitmenschen“. Wie er auch fern der Welt sein wollte, „die stets mich verkennt und mit der ich mich nie und nimmer befreunden kann und will“. Er reagierte mit einem unzeitgemäßen und religiös verklärten Verständnis vom Königtum, dem er sich ständig würdig erweisen wollte. Diese Fixierung auf das „wahre, echte“ Königsamt bewirkte das Gegenteil. Ludwig II. verlor sich selbst in der Realität eines mäßig mächtigen Staates und wurde 1886 seines Thrones und seines Lebens beraubt. Der Gegensatz zwischen dem eigenen Anspruch eines Königs von Gottes Gnaden und der politischen Notwendigkeit wuchs durch die Unzulänglichkeit, seine poetischen Begabungen mit der Prosa alltäglichen Regierens zu verbinden.
Dieser reich bebilderte Vortrag skizziert Hintergründe, Entwicklungen und die tödlichen Folgen für den Monarchen, der vor 180 Jahren geboren wurde.
Datum/ Uhrzeit: Donnerstag, 26. Juni 2025 um 18 Uhr
Eintrittspreis: 10,- €
Für den Vortrag bitten wir Sie herzlich um Voranmeldung unter:
Telefon: 08362 /887 252
E-Mail: ticketmuseum-hohenschwangaude
Ort: Museum der bayerischen Könige, Alpseestraße 27, 87645 Hohenschwangau
“Hier kommt die Brau"
Vortrag von Dr. Marita A. Panzer
Das Oktoberfest ist keinesfalls die einzige Hochzeitsfeier, die in Bayern so gut gefiel, dass man die Feierlichkeiten regelmäßig wiederholen wollte. Schon im Mittelalter veranstaltete man beim bayerischen Adel, unter Einbeziehung der Bevölkerung, so ausgiebige Hochzeitsfeste, dass es eines von ihnen sogar zum immateriellen Kulturerbe des Landes gebracht hat. So hat auch, die sich nun alle vier Jahre wiederholende „Landshuter Hochzeit“ ihren Ursprung, in der Eheschließung eines Wittelsbachers. Als die Reichen Herzöge von Bayern-Landshut, ging dieser Teil der Familie, in die Geschichte ein und machte ihrem (Bei-)Namen alle Ehre. Der bekannteste unter ihnen ist Georg der Reiche. Seinetwegen begehen wir in diesem Jahr, nach sechsjähriger pandemiebedingter Pause, erneut die Landshuter Hochzeit. Doch so viel über die Wittelsbacher Brautpaare aus der neueren Zeit überliefert ist, über die zweifelsohne wichtigste Person der Landshuter Hochzeit, die Braut, ist wenig bekannt.
Frau Dr. Marita A. Panzer hat im Jahr 2020 diese Forschungslücke geschlossen und stellt uns nun, einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Landshuter Hochzeit, am 29. Juni 2023 um 18.00 Uhr, im Museum der bayerischen Könige, die Braut, die polnische Prinzessin Hedwig vor.
Luitpolds langes Leben ermöglichte ihm einen besonderen Einblick in die Geschicke und Bedürfnisse der Monarchie und Gesellschaft. Im Laufe seines Lebens veränderte sich die Welt enorm. Das öffentliche Leben, die Monarchie, Wirtschaft und Technologie brachen in eine moderne Zeit auf, in der die Bevölkerung mehr Selbstbestimmung und politische Mitwirkung forderte und die Monarchie in neue Bahnen drängte. In Luitpolds fast hundert Lebensjahren schritt die Technologie weit voran und veränderte das gesellschaftliche Leben zusehends. Die Luftfahrt konnte große Erfolge verzeichnen und die Automobile eroberten immer mehr die Straßen. Er widmete sein Leben völlig dem Dienst für das bayerische Königreich. Obwohl er sich zu Beginn seiner Regentschaft mit erheblichen Anfeindungen konfrontiert sah, wurde Luitpold durch seine bodenständige, leutselige und bescheidene Art zu einem der beliebtesten Staatsoberhäupter des Königsreichs Bayern.
In der Sonderausstellung "Prinzregent Luitpold von Bayern - Ein Leben in Bildern zeichnet das Museum der Bayerischen Könige mit über 90 Bilddokumenten das bewegte Leben des Prinzregenten nach. Die Ausstellung kann derzeit besucht werden und ist in die Räume der Dauerausstellung des Museums integriert.
Weitere Informationen zur Sonderaustellung finden Sie hier...
"Wittelsbacher Wintersemester" heißt die Vortragsreihe, die bis März 2020 einmal im Monat im Museum der bayerische Könige gastiert. Von "König Max I. Joseph von Bayern, über Prinzregent Luitpold bis hin zu König Ludwig III., gibt der Münchener Historiker Klaus Reichold tiefe Einblicke in das Leben und Wirken der bayerischen Könige.
Klaus Reichold M.A., geboren in München, ist Programmleiter des Bavaricum, einer kleinen Akademie für Kulturgeschichte mit den Schwerpunkten Münchner Stadtgeschichte und Bayerische Landesgeschichte. Zu seinen Spezialgebieten gehört die Geschichte der Wittelsbacher. Er hat in München und Siena Geschichte und Philosophie studiert und in Freising eine Ausbildung zum katholischen Kirchenmusiker abgeschlossen. Als Autor war er unter anderem für den Bayerischen Rundfunk, die Süddeutsche Zeitung und Verlage wie Allitera, Hoffmann und Campe, Prestel, Pustet und Volk tätig. Auch internationale Medien wie die öffentlich-rechtliche Japanische Rundfunkgesellschaft Nippon Hōsō Kyōkai und die New York Times haben auf seine Expertise zurückgegriffen.
Klaus Reichold gilt als begnadeter Erzähler. Denn es gelingt ihm, die Vorzüge des Studierten Landeshistorikers mit denen des routinierten Kulturjournalisten zu verbinden: Er schöpft aus einer profunden Quellenkenntnis, versteht es, seine Zuhörer in die Lebenswelten früherer Jahrhunderte eintauchen zu lassen, und pflegt die Lust an der Pointe. Gleichzeitig schlägt er Brücken in die Gegenwart. Dass seine Vorträge "spannend wie Spielfilme" seien, ist für ihn das größte Kompliment.
Jeden letzten Donnerstag im Monat ab 18.00 Uhr
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Eintrittspreis: 5,00 Euro pro Person (inklusive Parkplatzgebühr für den Parkplatz P4)
Reservierungen unter...
Tel. 08362/887 250 oder
Alpseestrasse 27 - 87645 Hohenschwangau
http://www.hohenschwangau.de/veranstaltungen.0.html